Mittelfranken

In Mittelfranken schlug das industrielle Herz des damaligen Königreichs. Nürnberg und Fürth waren geprägt von Industrie und der sozialdemokratischen Arbeiterschaft. So beteiligten sich schon im 1918 in Nürnberg 50.000 Arbeiter an den von der USPD ausgerufenen Januarstreiks.

Aber nur in den Arbeiterorten wie Zirndorf, Roth oder Hersbruck hatte die Revolution ein Heimspiel.

Anders im ländlichen Umland, hier besetzten keine Revolutionäre die Bauernräte, sondern Funktionäre der DVP und des Bundes der Landwirte. So hatte die Revolution auf dem Lande in Mittelfranken einen von Beginn weg, schwierigen Start.  90 % der Kreisbauernräte Mittelfrankens waren Mitglieder des Bundes der Landwirte und in manchen Orten konnten Rätewahlen ganz abgewürgt werden.  Bis Ende November 1918 waren z.B. im Bezirk Ansbach gerade mal in 2 von 82 Gemeinden Räte gewählt und in Bechhofen konnte die MSPD erst im Januar 1919 durchsetzen das der bürgerlich besetzte Arbeiterrat neu gewählt wurde.

So standen die mittelfränkischen Räte von Beginn an in Auseinandersetzungen mit den konservativen Kräften.