Oberpfalz

In der Oberpfalz waren es neben den wenigen Industriearbeitern in Amberg und Regensburg vor allem Steinhauer und Waldarbeiter in Cham, Furth und Waldmünchen die im November 1918 die roten Fahnen in die Städte und Dörfer trugen. München war weit weg, so ging die Revolution in Eschenbach und Blauberg durchaus ihre eigenen Wege. Obwohl die Organisationsdichte von Sozialdemokraten und Gewerkschaftern traditionell niedrig war, so gab es 1918 noch nicht einen Ortsverein der USPD in der Oberpfalz, hatten Adelige und Pfarrer erstmal unruhige Zeiten vor sich. Man frage nur den Grafen von Mühle-Eckart dem der Arbeiterrat nicht nur die Kutsche beschlagnahmte.

Und auch die Reaktion hatte Respekt vor den Oberpfälzern, so traute sich das reaktionäre Militär erst nach der Niederschlagung der Räterepublik, Burglengenfeld zu besetzen und 20 Arbeiter der Maxhütte zu verhaften.