Glossar

ALKOHOL: oft auch als „Allo-hooool“ bezeichnet, (lat. vergissdenscheiß) ist ein Lösungsmittel für Sozialhilfeempfänger, das einen ziemlich schwummerig im Kopf macht. Es löst erst Probleme, dann Freundschaften und Ehen, schließlich auch die Leber auf.
Auch bekannt als: „Gute-Laune-Flüssigkeit“ oder „soziales Schmiermittel“. […] Zudem ist es Teil der Verblödungskampagne der CIA, um die Welt zu unterdrücken.
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ANARCHIE setzt sich aus 3 Worten zusammen: An (lat. zu), Arch (engl. Erz) und IE (Kürzel für Internet-Explorer). Auf gutdeutsch übersetzt „Zu-Erz-Internet-Explorer„ ist es eine Aufforderung, aus dem Internet-Explorer jegliches Erz abzubauen.
So leben die Menschen auch. Sie bauen schönes Erz ab, welches an irgendwelchen Explorern hängt (dtsch. Kundschaftlern).
Sogenannte Punker sind die Hauptvertreter der Anarchie. Sie richten sich die Haare auf, um besser abschätzen zu können, wie hoch der Tunnel sein muss, damit sie hindurchpassen, ohne sich bücken zu müssen. Leider verhindert dies nicht, dass einige von ihnen sich bei ihrer Arbeit einen krummen Rücken holen. Anarchie kann man in jeder Skischule (auch als Chischule bekannt) lernen.
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ANTIFA: Die Antifa ist Deutschlands Speerspitze im Kampf gegen rechten Terror, Rassismus und Gewalt. Durch unermüdlichen Einsatz an „der Front„ konnte sich die Antifa mehrere systemisch-soziale Widerstandsnischen und [mindestens] einen ganzen Allgemeinplatz im Herzen Berlins sichern. Die Konservierung dieses umkämpften Freiraum wird die Antifa bis zum letzten Blutstropfen verteidigen – da kann man sicher sein.
Den typischer Antifanten kann man sich ungefähr so vorstellen : Sie sind männlich, zwischen 21 und 24 Jahre alt, haben trotz mittlerer Reife meist keinen Job und 92 Prozent von ihnen wohnen noch bei Mutti
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BAYERISCHER BAUERNBUND: Als Protest gegen die preußische Handelspolitik bildeten sich 1893 in ganz Bayern regionale Bauernbünde. Diese hatten keine Neigung sich dem preußischen „Bund der Landwirte” (BdL), der von Adel und den ostelbischen Junkern geprägt war anzuschließen. Und so gründete man stattdessen am 02. März 1895 in Regensburg den „Bayerischen Bauernbund“.
In der Folge profilierte sich der Bauernbund als föderalistisch, liberal und in Abgrenzung zur Zentrumspartei betont nicht-klerikal. So fand der Bauernbund nicht nur bei der bäuerlichen Bevölkerung sondern auch bei vielen Lehrern Anklang.
Interne Auseinandersetzungen führten im Jahre 1910 dann dazu dass die Mitglieder des Fränkischen Bauernbundes zum Deutschen Bauernbund oder zum BdL übertraten. Daher war die regionale Ausdehnung des Bauernbundes künftig auf Altbaiern und Schwaben beschränkt.
Um die Vorherrschaft der Zentrumspartei zu brechen, gingen der Bauernbund, die Sozialdemokraten und die Liberalen bei der Landtagswahl schon 1912 gemeinsam vor.
Sechs Jahre später stand der Bauernbund dann bei der Novemberrevolution auf der Seite der Unabhängigen Sozialdemokraten.
Wenn sich auch die Flügel des Bauernbundes, der linke unter Führung der Brüder Gandorfer und des Redakteurs Kübler und der liberale unter Führung des Vorsitzenden Eisenbergers nicht immer einig waren über die Intensität des revolutionären Engagements, so stand auch der liberale Flügel zu Revolution und Demokratie. Erst die Ausrufung der Räterepublik führte dann zu massiven Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern der dominanten Flügel.
Nach der Niederschlagung der Räterepublik beteiligte sich der Bauernbund an verschiedenen Koalitionsregierungen und stellte meist den Landwirtschaftsminister. Nach Errichtung der faschistischen Diktatur wurde der Bauernbund, der sich 1922 in Bayerischer Bauern- und Mittelstandsbund umbenannt hatte 1933 im Zuge der Gleichschaltung aufgelöst und ging im Reichsnährstand auf.
Fazit: Die Beteiligung des Bayerischen Bauernbundes war elementar für die Revolution in Bayern. Ohne die Unterstützung der Dörfer hätte Kurt Eisner die Revolution nicht gewagt.
Das die Rolle des Bauernbundes in der Literatur immer wieder unterschlagen wird, hat wohl damit zu tun, dass die gängige Geschichtsschreibung gerne den großstädtischen Charakter der Revolution überbetont. In der örtlichen Heimatkunde umso mehr als man dann weiter so tun kann, als hätte man mit der Revolution nichts zu tun gehabt.
Günter Baumgartner

BAYERISCHER CHRISTLICHER BAUERNVEREIN: Die Christlichen Bauernvereine entstanden 1893 -1998 aus der Tradition der Patriotischen Bauernvereine der Bayerischen Patriotenpartei. Diese regionalen Vereine schlossen sich 1898 zum Bayerischen Christlichen Bauernverein zusammen. Gegründet wurde der Verband vor allem um die Abwanderung der Bauern zum Bauernverband aufzuhalten.
Neben den ungefähr 4000 Ortsobmannschaften war die Landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft des bayerischen Bauernvereins ein wichtiges Mittel die Bauern auf Kurs zu halten. Die Zentralgenossenschaft führte nicht nur Waren- und Kreditgeschäfte durch, sondern betrieb außerdem caritative Einrichtungen und Fortbildungseinrichtungen. Der Sinn dieser Fortbildungseinrichtungen lag darin eine „konservativ denkende, in christlicher Lebensanschauung erzogene neue Generation der Landbevölkerung“ heranzuziehen.
Diese Lebensanschauung war in erster Linie antisozialistisch und mit Recht gingen die Herren Heim und Schlittenbauer, die beiden prägenden Gestalten des Bauernvereins davon aus, das die Angst der Bauern um ihren Besitz die treibende Kraft gegen die Revolutionsregierung darstellte.
Trotzdem boten beide an im provisorischen Nationalrat mitzuarbeiten, wenn der Bauernverband entsprechend seiner Mitgliederzahl dort berücksichtigt wird.
Da Ministerpräsident Eisner nicht deppert war, lehnte er diese Forderung natürlich ab. Ein konservativ dominierter Zentralbauernrat wäre ein permanenter Bremser für die Rätebewegung geworden. In Verbund mit der Bayerischen Volkspartei (BVP) der der Bauernverein koporativ angehörte, schossen sich die Konservativen zuerst gegen Eisner und den Zentralbauernrat ein, den sie als nicht repräsentativ ablehnten. Nach der Ermordung Eisners mobilisierte der Bauernverein seine Mitglieder gegen die „Rätemisswirtschaft“ und den „Roten Terror“, der für ihn vor allem darin bestand, das die Arbeiterräte immer wieder die Ablieferungspflicht der Landwirtschaft, bei Bedarf auch durch Haus- und Stallkontrollen zu erzwingen suchten.
So fand die „sozialistische“ Bamberger Regierung die reaktionäre Schicht der Bauern auf ihrer Seite als sie zum bewaffneten Kampf gegen die Räterepublik aufrief. Wobei dieser Bewegung erst durch entsprechende Propaganda auf die Beine geholfen werden musste. Die „Sozialisierung der Frauen und des bäuerlichen Eigentums, der rasende russische Terror“ und andere spannende Gerüchte mussten zur Mobilisierung herhalten.
Das die Hoffmann Regierung trotzdem die Hilfe von 30.000 preußischen und württembergischen Söldnern brauchte um der Räteregierung Herr zu werden, zeigt das auch die Bereitschaft der christlichen Bauern gegen die Arbeiterschaft in den Kampf zu ziehen, nicht so überwältigend war wie es vor allem die faschistische Geschichtsfälschung darzustellen versucht. Vor allem zogen diese Bauern nicht für eine sozialistische Regierung, wurscht in welchem Rotton in die Schlacht, sondern für ihre wirtschaftlichen Interessen. Das die konservativen Verbände diese Interessen in den nächsten 100 Jahren dem Kapitalismus opferten, ist die unerfreuliche Seite der Geschichte.
Immerhin wollte auch der christliche Bauernverein „den gesunden Kern des Rätegedankens erhalten und fruchtbar machen – die Organisierung der Berufsstände“.
So raufte sich der christliche Bauernverein noch längere Zeit mit dem Bauernbund um den Einfluss im Landesbauernrat und den daraus entstehenden Bauernkammern.
Fazit: Das es zu Beginn der Revolution, keine flächendeckende sozialistische Organisation gab, war nicht nur für die Landtagswahlen ein gigantisches Manko, sondern auch für die Agitation der ländlichen Bevölkerung. Dieser Mangel wurde von den Räterepublikanern der „Provinz“ zwar immer wieder angesprochen, aber die Münchner waren wohl zu sehr mit sich selber beschäftigt. Der Bauernbund und Teile der Sozialdemokratie standen zwar pragmatisch auf Seiten der Revolution, aber ideologisch waren sie der konservativen Propagandamaschine nicht gewachsen. So konnte der christliche Bauernverein seinen Einfluss auf die ländlichen Gemeinden über Klerus, Adel und Geld nicht nur behalten sondern auch noch ausbauen. Seine penetrante Furcht vor der Linken führte in der Konsequenz dazu, das es gegen die Faschisten nie einen republikanischen Konsens gab, der schließlich beiden das Kreuz brach.
Weiterführende Literatur:
Bergmann, Hannsjörg: Der Bayerische Bauernbund und der Bayerische Christliche Bauernverein

BUND DER LANDWIRTE: Neben dem Bayerischen Bauernbund und dem Bayerischen Christlichen Bauernverein war der Bund der Landwirte (BdL) der dritte große Bauernverband im Freistaat.
Wie die anderen Bauernbünde in Altbaiern und Schwaben entstand auch der Fränkische Bauernbund 1983 in der Agrarkrise als Protestorganisation gegen die preußische Agrarpolitik. Die Franken schlossen sich wie die anderen Gebietsverbände 1885 dem Bayerischen Bauernbund an. Nach langen Flügelkämpfen trennten sich die Franken 1910 und schlossen sich als „Bund der Landwirte in Bayern“ dem Adels- und Junkerdominierten antisemitischen Bund deutscher Landwirte an. Während der BdL anfangs in Franken noch selbst an den Wahlen teilnahm unterstützte er ab 1918 die deutschnationale Bayerische Mittelpartei (BMP), die sich 1920 der Deutsch Nationalen Volkspartei (DNVP) im Reich anschloss.
Die fränkischen Sozialdemokraten versuchten dort, wo sie in den kleineren Gemeinden vertreten waren, eigene Mitglieder in die Bauernräte wählen zu lassen. Der BdL hatte nach der Revolution eh recht wenig Interesse an der Rätebewegung und versuchte örtliche Rätewahlen eher zu verhindern. Die Revolutionsregierung in München hatte im Gegenzug kein Interesse daran, sich reaktionäre Vertreter in den provisorischen Nationalrat entsenden zu lassen.
Nun erst entdeckte der BdL die Bauernräte als politisches Druckmittel gegen die Arbeiterschaft. Mit Rätewahlen hatte der BdL zwar weiterhin nichts am Hut, so ließ er die Bauernräte oft von den Gemeindeausschüssen ernennen, was auch die hohe Anzahl an Bürgermeistern in den fränkischen Bauernräten erklärt. Im März 1919 schließen sich dann die „gewählten“ fränkischen Kreisbauernräte als Gegenpol zum Zentralbauernrat des Bayerischen Bauernbundes zusammen.
Hier fand die sozialdemokratische Exilregierung die sich in Bamberg versteckt hielt, ihren Bündnispartner gegen die Räterepublik für Lebensmittelboykott und Bewaffnung gegen Bolschewisten, Zigeuner, Russen und andere zweifelhafte Elemente.
Nach der Revolution setzte der Verband seinen reaktionären Weg konsequent fort. Und in der Harzburger Front fand die Deutsch Nationale Volkspartei endlich in den Armen der Faschisten wieder.
Fazit: Nicht alle fränkischen Bauernräte waren reaktionär, es gab eine Menge fränkische Bauernräte die den nationalen Feixtanz nicht mitmachten, aber im Gegensatz zu Altbaiern und Schwaben gab es keinen Bauernbund, der diese hinter sich sammelte. Und die Sozialdemokratie war zumindest in den kleineren Gemeinden keine Alternative. Der BdL verstand es antisozialistische Argumente mit dem alten Groll gegen München zu verbinden. Wobei zu berücksichtigen ist, das der fränkische Separatismus im Gegensatz zum bayerischen immer einen deutschnationalen Hintergrund hat.
Weiterführende Literatur:
Bergmann, Hannsjörg: Der Bayerische Bauernbund und der Bayerische Christliche Bauernverein
Heller, Karl: Der Bund der Landwirte bzw. Landbund und seine Politik mit besonderer Berücksichtigung der fränkischen Verhältnisse

DEMONSTRANT*IN: Demonstranten sind das gemeinste, was es gibt.
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Eine DEMONSTRATION (lat. Demon –> Demolieren) ist eine Ansammlung von Leuten, die für die Revolution proben.
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DROGEN sind ein Religionsersatz und helfen heute vielen Millionen Menschen besser zu spammen und die Sorgen der Welt zu vergessen. Viele berichten von riesigen blaukarierten Gummibären, die sie beim Einnehmen dieser Stoffe gesehen haben wollen. Entgegen aller Vermutungen können diese aber keinen Atomkrieg anfangen.
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FEMINISMUS: „Wenn er Euch nervt, entzieht ihm doch seine Notwendigkeit!“ Sarah Bosetti bei radio eins. (Der Beitrag ist noch bis zum 6.4.2017 verfügbar.)
Hören auf radioeins.de

Das FLIEGENDE SPAGHETTIMONSTER ist die Gottheit einer Religionsparodie, die als Verteidigung der Evolutionslehre entstand.
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FREIE ARBEITERINNEN- UND ARBEITER-UNION (FAU): Die FAU ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation, die aus lokalen Syndikaten und Gruppen besteht.
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FRIEDEN: Weltweit vertreten viele politisch-involvierte Kräfte, darunter vor allem Staatsoberhäupter und Generäle die Meinung, dass Frieden nur durch Krieg erreicht werden kann.
Dabei gilt: Je länger und brutaler die Kriegsphase, desto wahrscheinlicher die Friedensphase.
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KAPITALISMUS/KAPITAL IS MUS ist die Höchstform des Anarchismus. Sie bezeichnet das politische Ziel einer verwirrten Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und das erwirtschaftete Sozialprodukt gesellschaftlich spekuliert wird, also niemandem gleichermaßen zugänglich ist.
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Die NAZIKEULE ist eine primitive Schlagwaffe der Neuzeit aus der Gruppe der Keulen, deren erste nachgewiesene Exemplare bereits in der Steinzeit zum Einsatz kamen. Sie gehört zu den Totschlagargumenten und kommt in Wortgefechten und beim Ideenweitwurf zum Einsatz, wenn einem oder mehreren Beteiligten die kultivierteren Waffen wie geschliffene Argumente und ausgefeilte Rhetorik abgestumpft bzw. abhanden gekommen sind, wenn diese nicht zum sprachlichen bzw. geistigen Repertoire des Keulenschwingers gehören oder wenn es etwas Hieb- und Stichfestes zu zerstampfen gilt.
Die Nazikeule ist – wider Erwarten – die Lieblingswaffe vieler Gutmenschen und Pazifisten, wird aber auch gern von Moralisten (s. Michel Friedmann) und Bedenkenträgern zur Anwendung gebracht. In Deutschland gilt die Nazikeule geschichtsbedingt als das größte und schwerste der Totschlagargumente. In anderen Regionen der Welt, z.B. in Papua-Neuguinea, ist sie gänzlich unbekannt.
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Das PARADIES ist ein Land im Westen, wo es allen gut geht. Die Bevölkerung besteht bis auf kleinere Ausnahmen aus Wessis, die hart arbeiten und viel verdienen. […] Paradies wird von Teilen der Weltbevölkerung ein Ort genannt, an dem sich vier lebenswichtige Dinge gleichzeitg befinden: Couch, auch Sofa genannt, Fernseher, Bier, Kartoffelchips und natürlich Frauen.
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Die Troika RELIGION – OPIUM – VOLK findet sich bei KARL MARX im Jahr 1844:  „Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen, das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks: Die Forderung, die Illusionen über seinen  Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“ (Aus „Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung.“)
WLADIMIR ILJITSCH LENIN schrieb 1905: „Die Religion ist eine Form des geistigen Jochs, das überall und allenthalben auf den durch ewige Arbeit für andere, durch ein Leben in Elend und Verlassenheit niedergedrückten Volksmassen lastet. Die Ohnmacht des Ausgebeuteten im Kampf gegen die Ausbeuter läßt ebenso unvermeidlich den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits aufkommen, wie die Ohnmacht des Wilden im Kampf gegen die Naturgewalten den Götter-, Teufel-, Wunderglauben usw. aufkommen ließ. Wer sein Leben lang schafft und darbt, den lehrt die Religion Demut und Geduld im irdischen Leben und vertröstet ihn auf den himmlischen Lohn. Wer aber von fremder Hände Arbeit lebt, den lehrt die Religion Wohltätigkeit hienieden; sie bietet ihm eine wohlfeile Rechtfertigung für sein Ausbeuterdasein und verkauft zu billigen Preisen Eintrittskarten zur himmlischen Seligkeit. Die Religion ist das Opium für das Volk. Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz, ihren Anspruch auf ein auch nur halbwegs menschenwürdiges Dasein ersäufen.“ (Aus „Sozialismus und Religion“)

REVOLUTION (frz. révolution Umwälzung; aus lat.: revolvere zurückwälzen) bezeichnet in der Soziologie einen meist gewalttätigen und immer radikalen Umsturz (-versuch) der bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse. Das, worüber eine lange Zeit geschwiegen wurde, wird nun in aller Öffentlichkeit geschrieen. Die Menschen steigen nackt auf die Barrikaden, schwingen Fahnen in grellen Farben und blenden damit die Polizisten. Räte werden gegründet und eine Republik wird ausgerufen. Es gibt aber auch Länder, in denen sich die Leute besonders viel gefallen lassen und daher so gut wie nie rebellieren. Sie werden als Kuschelvolk bezeichnet.
Darüber hinaus ist Revolution der kleine Bruder von Menstruation. Eigentlich ähneln sich die beiden kaum, verfolgen aber das selbe Ziel: es soll Blut fließen.
(Quelle: stupidedia.org/stupi/Revolution)

SCHWARZER BLOCK: Der „schwarze Block“ ist kein Verein. Er besteht aus Gruppen, die sich per Handy, SMS, Internet verabreden, häufig kennen sie sich von der Uni. Bei Demos bilden sie Ketten. Sie demonstrieren so Zusammenhalt, sind schwerer aus der Gruppe zu reißen.
Wie sie ticken, wie sie vorgehen – TITANIC erklärt’s.
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Foto vom SCHWARZEN BLOCK: siehste bei stupidedia.org

USPD = Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands 
Wurde 1917 aus Protest gegen die Befürwortung der Kriegskredite und die erhebliche Erhöhung des Staatsetats durch die Mehrheit der Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands gegründet (SPD). Auch die als nicht ausreichend empfundene Absage an Annexionen im Fall eines für Deutschland erfolgreichen Kriegsverlaufs spielte eine Rolle. Mitentscheidend war auch der Fraktionszwang,mit dem die SPD kriegskritische Äußerungen im Parlament unterbinden wollte  sowie der Ausschluss von Karl Liebknecht (Januar 1916) und weiteren Kriegsgegnern um Ledebour, Haase, Bernstein und Büchner (März 1916) aus der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, die daraufhin eine ‘Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft’ bildeten.
Ostern 1917 fand ab dem 6. April eine Konferenz der Opposition innerhalb der sozialdemokratischen Gesamtpartei statt, an der sich auch die 1916 gegründete Spartakusgruppe um Rosa Luxemburg beteiligte. Hier wurde eine Parteineugründung unter dem Titel “Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands” beschlossen, die sich – anders als die Mehrheits-SPD – umgehend hinter die fast gleichzeitig aufflammende Streikbewegung gegen Kohle- und Lebensmittelmangel, gegen Zensur und für allgemeines und freies Wahlrecht stellte und gegen Ende des Jahres die annexionistischen Elemente des Vertrages mit dem nicht mehr zaristischen Russland (u.a.die Sonderbedingungen für die Ukraine und die baltischen Staaten) klar ablehnte.
Als die militärische Niederlage für Deutschland im November 1918 offenkundig wurde und die herrschaftlichen Häuser in Berlin wie in Bayern die Flucht antraten, unterstützte die USPD die Forderung nach der Einbeziehung der Arbeiter- und Soldatenräte in die künftige demokratische Struktur; in Bayern wurde mit Kurt Eisner sogar ein Unabhängiger Sozialdemokrat erster Ministerpräsident. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung erhielt die USPD annähernd 2,2 Millionen Stimmen; bei der Reichstagswahl im Juni 1920 wurde sie zweitstärkste Partei. Durch die Ermordung Eisners, die militärische Niederschlagung der Räterepublik in Bayern und die Verurteilung führender Parteimitglieder – wie z.B. Ernst Toller – zu langjährigen Haftstrafen war jedoch die erste Schwächung der Bewegung erfolgt. Sie wurde im Oktober 1920 verstärkt durch die Zweiteilung der Partei in einen eigenständigen und einen an der Politik der III. Internationalen unter bolschewistischer Führung orientierten Flügel. 1922 erfolgte eine (Rück-) Verschmelzung des nicht kommunistisch orientierten Parteiteils mit der SPD.
Weiterführende Literatur: Prager, Eugen: Geschichte der USPD  und
Krause, Hartfried: Zur Geschichte der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

VERSAMMLUNGSFREIHEIT: „(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.“ (Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 8 )

VERSAMMLUNGSVERBOT: „Mea ois oana derf ned beinand schteh.“ (Volksweisheit)