Regionales

Kämpfe während der Rätezeit

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Karte © Günter Baumgartner

Die grafische Darstellung der bewaffneten Auseinandersetzungen während der Rätezeit in Baiern soll aufzeigen, das im Gegensatz zur Monarchie für die im November 1918 niemand mehr einen Schuss Pulver verschwenden wollte, die Rätedemokratie vielen Menschen so wichtig war, dass sie bereit waren diese Idee im Notfall auch mit der Waffe in der Hand zu verteidigen.

Wenn wir die Karte anschauen, sehen wir dass sich die Auseinandersetzungen über Nordbayern und Schwaben über den Zeitraum von drei Wochen auf den Münchner Raum zubewegen.  Nachdem die Anhänger der Räterepublik in Franken und der Oberpfalz entweder den Kampf verloren hatten, oder der Übermacht kampflos gewichen waren, konzentrierte sich die Reaktion auf Schwaben, Oberbayern und Niederbayern.

Was die Karte darüber hinaus zeigt, dass die Kämpfe der Räteanhänger durch die Bank Verteidigungskämpfe waren. Ob in Lindau oder in Kallmünz es ging immer darum die eigene Heimat und die eigene Klasse zu verteidigen.

Was in der Karte keinen Platz mehr gefunden hat, sind die zahlreichen Strafexpeditionen der Reichstruppen gegen widerspenstige Orte, die mit erdrückender Militärpräsenz darauf hingewiesen wurden, das jetzt wieder Kapital, Kirche und der preussische Imperialismus das Sagen haben.

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