Forschende suchten lange nach Beweisen …

MÜNCHEN-MEXICO One Revolution after the other /

100 Jahre B. Traven: Das abenteuerliche Leben des mysteriösen Weltautors

Fraunhofer Theater und Wirtshaus, Fraunhoferstr. 9, 80469 München –

Sonntag 3.05.2026 – Beginn: 20:00 Uhr – Einlass: 19:00 Uhr

München, 2. Mai 1919 – ein zu seiner Zeit nicht ganz unbekannter Mann entkommt knapp der Standrechtlichen Erschießung. Mordende Soldateska und Hakenkreuz-Mob regieren wochenlang die Straßen Münchens. Mitte 1924 geht im mexikanischen Tampico jener Flüchtling an Land, der der heraufziehenden Hitlerei gerade so ausgekommen ist. In München nannte er sich Ret Marut.

Nur ein Jahr später, 1925, macht ein Roman furore: Die Baumwollpflücker. Der Autor nennt sich B. TRAVEN.

Die folgenden 35 Jahre erscheint ein Roman nach dem anderen – fast alle werden verfilmt, wie „Das Totenschiff“, das genau vor 100 Jahren erschien. Einige werden Kultfilme. Der geheimnisumwitterte Schriftsteller wird selbst zum Weltstar. Erst auf dem Sterbebett 1969 bekennt er: „Ich bin jener Ret Marut aus München.“
Seine rebellischen Werke berühren bis heute und erleben weltweit Neuauflagen. Traven ist heute nötiger denn je!
Ralf G. Landmesser, berliner Publizist und amtierender Vorsitzender der IBTG (Internationale B. Traven Gesellschaft) – selbst zeitweiser Münchner – erschließt in Wort, Ton und Bild das Leben des B. Traven und liest unterhaltsam und aufrüttelnd aus dessen Werken. Bild: „B. Traven bei der Abreise 1926 als Expeditionsteilnehmer ins damals unerschlossene Chiapas“.
DerZiegelbrenner ist das Ausverkaufs-Label des vorherigen Anares-Buchvertriebes, einer Versandbuchhandlung, die von 1991-2014 bestand und die einige Jahre um eine Buchhandlung ergänzt war. Vorläufer war ein seit Ende der 1980er Jahre bestehender Büchertisch mit kleinem Materialversand.

„Der Ziegelbrenner war eine anarchistische Zeitschrift,

die von 1917 bis 1921 von Ret Marut in München und Köln herausgegeben wurde.

Geschichte

Das erste Heft Der Ziegelbrenner erschien am 1. September 1917. Als verantwortlich für Herausgabe, Schriftleitung und Inhalt zeichnete Ret Marut, München. Verlag Der Ziegelbrenner, München 23. Das letzte der 13 Hefte erschien im Dezember 1921.

Der Name Der Ziegelbrenner soll das symbolisierte „sozialpolitische Baumaterial“ deutlich machen. Ret Marut war ein Schriftsteller, der später als B. Traven in Mexico lebte. Erst nach dessen Tod bestätigte seine Witwe diese Vermutung. Seine Herkunft und weitere Identitäten sind – auch literarisch – umstritten. Er selbst wehrte sich gegen eine Biografie.

Der Ziegelbrenner, Untertitel: „Kritik an Zuständen und widerwärtigen Zeitgenossen“ erschien unregelmäßig und galt als Blatt gegen Bürgertum, Militarismus und Kirche. Die Zeitschrift wurde 1919 verboten und erschien bis 1921 illegal. Nach Angaben von Oskar Maria Graf soll Der Ziegelbrenner der Zensur entgangen sein, weil die zuständigen Behörden die Zeitschrift als „Maurerzeitschrift“ eingestuft hatten.[1]

Als Akteur der Münchner Räterepublik im Ausschuss für Zensur gegen die rechte Propaganda sollte Marut 1919 standrechtlich erschossen werden, konnte jedoch fliehen und gab die Zeitschrift bis 1921 von Köln aus weiter heraus. Danach fehlte von ihm zunächst jede Spur.

Sein Freund Erich Mühsam forderte deshalb Marut 1927 in einem Aufruf („Wo ist der Ziegelbrenner?“) auf, sich wieder in der Öffentlichkeit zu melden.[2]weiterlesen auf wikipedia

 Der_Ziegelbrenner.