Forschende suchten lange nach Beweisen …
MÜNCHEN-MEXICO One Revolution after the other /
100 Jahre B. Traven: Das abenteuerliche Leben des mysteriösen Weltautors
Fraunhofer Theater und Wirtshaus, Fraunhoferstr. 9, 80469 München –
Sonntag 3.05.2026 – Beginn: 20:00 Uhr – Einlass: 19:00 Uhr
München, 2. Mai 1919 – ein zu seiner Zeit nicht ganz unbekannter Mann entkommt knapp der Standrechtlichen Erschießung. Mordende Soldateska und Hakenkreuz-Mob regieren wochenlang die Straßen Münchens. Mitte 1924 geht im mexikanischen Tampico jener Flüchtling an Land, der der heraufziehenden Hitlerei gerade so ausgekommen ist. In München nannte er sich Ret Marut.
Nur ein Jahr später, 1925, macht ein Roman furore: Die Baumwollpflücker. Der Autor nennt sich B. TRAVEN.

„Der Ziegelbrenner war eine anarchistische Zeitschrift,
die von 1917 bis 1921 von Ret Marut in München und Köln herausgegeben wurde.
Geschichte
Das erste Heft Der Ziegelbrenner erschien am 1. September 1917. Als verantwortlich für Herausgabe, Schriftleitung und Inhalt zeichnete Ret Marut, München. Verlag Der Ziegelbrenner, München 23. Das letzte der 13 Hefte erschien im Dezember 1921.
Der Name Der Ziegelbrenner soll das symbolisierte „sozialpolitische Baumaterial“ deutlich machen. Ret Marut war ein Schriftsteller, der später als B. Traven in Mexico lebte. Erst nach dessen Tod bestätigte seine Witwe diese Vermutung. Seine Herkunft und weitere Identitäten sind – auch literarisch – umstritten. Er selbst wehrte sich gegen eine Biografie.
Der Ziegelbrenner, Untertitel: „Kritik an Zuständen und widerwärtigen Zeitgenossen“ erschien unregelmäßig und galt als Blatt gegen Bürgertum, Militarismus und Kirche. Die Zeitschrift wurde 1919 verboten und erschien bis 1921 illegal. Nach Angaben von Oskar Maria Graf soll Der Ziegelbrenner der Zensur entgangen sein, weil die zuständigen Behörden die Zeitschrift als „Maurerzeitschrift“ eingestuft hatten.[1]
Als Akteur der Münchner Räterepublik im Ausschuss für Zensur gegen die rechte Propaganda sollte Marut 1919 standrechtlich erschossen werden, konnte jedoch fliehen und gab die Zeitschrift bis 1921 von Köln aus weiter heraus. Danach fehlte von ihm zunächst jede Spur.
Sein Freund Erich Mühsam forderte deshalb Marut 1927 in einem Aufruf („Wo ist der Ziegelbrenner?“) auf, sich wieder in der Öffentlichkeit zu melden.[2]“ weiterlesen auf wikipedia

Schreibe einen Kommentar