Ab Dez. 1916 trafen sich die Kriegsgegner jeden Montag im Goldenen Anker in der Schillerstraße 30 in #münchen
#FelixFechenbach von der sozialdemokr. Jugend hatte #KurtEisner gebeten, Aufklärungsabende für die Jugend zu veranstalten, denen sich mehr und mehr Erwachsene anschlossen. Auch #OskarMariaGraf verirrte sich eines Tages in ein Treffen ins Nebenzimmer des Goldenen Ankers:
„Unerregt saß alles da und blickte auf einen Tisch vorne, hinter dem ein nicht sehr großer Mann mit wallendem grauem Haupthaar, einem ebensolchen Schnurr- und Spitzbart stand und eine Rede hielt. Einen Kneifer trug er, hinter dem sehr bewegliche kleine Augen saßen. Hin und wieder unterstrich er irgendeinen Satz mit einer kurzen Armbewegung oder streckte den Zeigefinger wie ein Schullehrer in die rauchige Luft. Er hatte eine ziemlich tonlose, etwas kratzende Stimme, sprach aber sehr flüssig.
Seine Kleidung war lässig, und alles an ihm machte den Eindruck von einem pensionierten Schulrat oder Professor. […] „Wer ist denn der Redner?“ erkundigte ich mich leise bei meinen Nebenmann. „Der Eisner“ war die Antwort. Ich suchte in meinem Gedächtnis, ging alle Revolutionäre und Bekannten aus meiner Anarchistenzeit durch, nein, ich musste mich geirrt haben.
Liebknecht, Bebel, #RosaLuxemburg, Landauer, Mühsam, die gehörten zu den Radikalen, aber Eisner? Wo war ich denn hingeraten?“ (Oskar Maria Graf: Wir sind Gefangene. Ein Bekenntnis. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999, S. 317) Text oben von der Monacensia-Seite
Die „misslungene Revolution“, denn Philipp Loewenfeld schreibt aus der Sicht des Juristen und der Mehrheits-SPD, bleibt den Arbeiter-Räten und dem Geschehen gegenüber skeptisch
Max Hirschberg, ebenfalls jüdischer Demokrat, war Kollege in der Kanzlei und führte die Verteidigung zB. Felix Fechenbachs in der Anklage von „Landesverrat“ fort, die aus der Weitergabe von Materialien der früheren Regierung durch Kurt Eisner im Kriegstreiben der Reichsregierung von der bayrischen Nach-Revolutions-Regierung konstruiert worden war, flüchtete dann ebenfalls in die USA.

Seine heutige Umgebung in München

- Felix Fechenbach im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren
- Jüdische SchriftstellerInnen in Westfalen. Ausführliche Biografie mit Literaturverzeichnis, Bildern u. v. m. (Fechenbach über die Autorendatenbank erreichbar).
- Kurzbiografie der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
- 07.08.1933: Felix Fechenbach ermordet. In: Archiv der sozialen Demokratie, Friedrich-Ebert-Stiftung (Bonn).
- Fränkische Nachrichten 18. Juli 2015. fnweb.de
- Hartwig Behr: Felix Fechenbach (1894–1933). (PDF) alemannia-judaica.de, 2013.
- Felix Fechenbach. Werkverzeichnis und Digitalisate. Projekt Gutenberg (deutsch).
- Felix Fechenbach. Gedenkbuch-Detmold.de
- Roland Flade: Fechenbach, Felix. In: NDB-online, 1. Januar 2023.
Schreibe einen Kommentar